E-Commerce-Report Schweiz 2012

Neue Anbieter beleben den Schweizer E-Commerce: Grössere Sortimente, flexiblere Preise, sinkende Margen

Der E-Commerce-Report 2012 ist das Ergebnis der vierten Durchführung einer umfassenden Erhebung bei 34 marktprägenden E-Commerce-Anbietern mit Geschäftssitz in der Schweiz. Am 24. Mai 2012 trafen sie sich im Rahmen des E-Commerce Leader Panel Schweiz in Zürich um Erfahrungen auszutauschen und die diesjährigen Studienergebnisse zu diskutierten.

Der E-Commerce-Report Schweiz 2012 kommt u.a. zu folgenden Ergebnissen:
(Auszug aus dem Management Summary)

Zweite E-Commerce-Anbieterwelle in der Schweiz: Seit 2009 treten verstärkt neue Anbieter in den Schweizer E-Commerce ein, 2011 wurde ein vorläufiger Höhepunkt erreicht. Im Unterschied zur ersten Anbieterwelle in den Jahren 1996 bis 2000, die damals von E-Commerce-Pionieren in Gestalt von Start-ups getragen wurde, engagieren sich nun in erster Linie etablierte Unternehmen. Deren Geschäftsmodelle werden durch vergleichsweise neue und spezialisierte Konzepte von Markteinsteigern herausgefordert. Letztere versuchen, sich in kurzer Zeit eine relevante Marktposition aufzubauen.

Traditionsreiche Late Follower: Viele Unternehmen, die zunächst eine abwartende Haltung zum Onlinehandel einnahmen, messen dem Internet heute einen umfassenden Einfluss auf ihre Branche bei. Nicht selten geschieht dies als Reaktion auf Marktanteilsverluste, vor denen sie auch dann nicht gefeit waren, wenn sie bereits einen Onlineshop hatten. Das erste Verständnis der Mechanismen des Onlinehandels erwies sich nicht immer als geeignet, erste Aktivitäten waren nicht immer wettbewerbsfähig. Neben Unternehmen, die als Late Follower überhaupt erst mit E-Commerce starten, wollen viele Anbieter mit einem E-Commerce-Auftritt zweiter Generation Versäumnisse nachholen und Marktanteile hinzugewinnen.

Spezialisierte Start-ups: Nachdem die Start-ups des ersten E-Commerce-Booms die Geschäftsmodelle des Onlineshops und des Marktplatzes einführten, verfolgen heutige Start-ups in der Schweiz vergleichsweise eng fokussierte Geschäftskonzepte. Den Handel beschäftigen vor allem Flash-Sale-Anbieter, die auf unterschiedliche Art eng limitierte Kaufgelegenheiten mit hohen Rabatten schaffen und dadurch Preisdiskussionen anheizen.

Diskrete Direktvertreiber: Markenanbieter nutzen die Gunst der Stunde, in der von allen Seiten Webangebote etabliert werden, um online direkt zu vertreiben. Dabei können sie ihre Marke optimal inszenieren, kommen in wertvollen Direktkontakt mit ihrer Zielgruppe und haben Aussicht auf eine gute Marge. In der Öffentlichkeit werben die Labels oft nur diskret für ihren Onlineshop, um die Handelspartner nicht zu brüskieren. Aber die von Markenanbietern erwartete Marken- und Produktpromotion führt immer auch zu Traffic auf den eigenen Onlinekanälen. Starke Marken haben begonnen, das aufwändige Fulfillment zu organisieren, und etablieren neben dem Massenmarketing auch eigene Kommunikationsbeziehungen zu individuellen Kunden.

Gute Geschäftsaussichten … Das allseitige Engagement für E-Commerce hat gute Gründe: Trotz Abschwächung entwickelt sich der Onlinekanal auch nach 15 Jahren noch besser als andere Kanäle. Vor allem in Branchen mit einem E-Commerce-Anteil von unter 10 % wird auch für die nächsten fünf Jahre mit hohen Wachstumsraten gerechnet. Eine Reihe qualitativer Faktoren machen E-Commerce zudem zu einem strategisch wichtigen Geschäftsfeld. Deswegen muss man jetzt dabei sein.

… verschärfter Wettbewerb: Das von den jungen und alten Neueinsteigern erweiterte Angebot wächst stärker als die Nachfrage. In vielen Branchen treffen sie auf bereits gut etablierte Onlineanbieter. Umso mehr müssen sich Follower anstrengen, überhaupt wahrgenommen zu werden. Durch die entsprechenden Massnahmen verschärft sich der Wettbewerb. Im Fernsehen und auf anderen Offlinekanälen konnte die Zunahme an Werbung für Onlineshops gut beobachtet werden. Im Internet sind die Preise z.B. für Werbung auf Google drastisch angestiegen.

Weitere Themen im Management Summary:

  • Umsatzentwicklung ist keine Einbahnstrasse
  • Erhöhte Angebotsdynamik
  • Serviceoffensive
  • Multichannel ist in
  • Fashion ist angekommen
  • Flash Sales boomen
  • Schweiz ist ein Follower-Land
  • Social Media: hohes Engagement, nachlassender Enthusiasmus
  • Zweiter Internet-Hype?
  • Auf dem Weg zu Mobile Commerce
  • Der Katalog bleibt
  • Google wichtiger als der eigene Domainname
  • Wichtigste Aktivitäten 2012
  • Strukturwandel in der Reisebranche
  • Transformation im Handel

Zu all diesen Themen und vielen weiteren Ergebnissen erfahren Sie mehr im E-Commerce-Report 2012.

Unter Bestellungen/Downloads können folgende Unterlagen kostenlos bezogen werden:

in Deutsch 

  • Studie "E-Commerce-Report 2012"

in Französisch / en français

  •  Management Summary