Indikatoren zur Informationsgesellschaft Schweiz

Herausgeber Schweizerische Eidgenossenschaft, Bundesamt für Statistik BFS
URL http://www.infosociety-stat.admin.ch
Verfasser Bundesamt für Statistik BFS, Sektion Struktur und Konjunktur
Erscheinungsjahr 2008 – Die Daten beziehen sich meist auf weiter zurückliegende Jahre.
Periodizität Bisher in unregelmässigen Abständen erschienen. Nach Aussage des BFS werden die Daten regelmässig aktualisiert und erweitert. Die Onlinedaten sind deshalb meist aktueller als die Zahlen im Faltblatt.
Art der Veröffentlichung Faltblatt und Onlineliste der Gesamtheit der Indikatoren
Reichweite Entwicklung in der Schweiz und internationaler Vergleich
Preis Frei verfügbar

Studiendesign

Aggregation von Daten aus verschiedenen Primärerhebungen:

  • Bundesamt für Statistik
  • Drittquellen: WEMF (MA Net), Net-Metrix AG (Net-Metrix-Base), Publica Data AG/IGEM (KommTech-Studie), Eurostat, OECD

Die Indikatoren zur Informationsgesellschaft sind online einsehbar und als Faltblatt (Leporello) verfügbar. Daten aus verschiedenen Quellen werden mit zeitlicher Verzögerung aufbereitet und publiziert.

Themen
  • Infrastruktur und Ausstattung im IKT-Bereich im internationalen Vergleich (Internetzugang, Breitbandanschlüsse)
  • Verbreitung der Internetnutzung in den verschiedenen Bereichen der Gesellschaft, Entwicklung in unterschiedlichen Zeiträumen
  • E-Commerce-Ausgaben, Entwicklung 2002 bis 2006
  • Ausgaben für Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) seitens der privaten Haushalte
  • Zahlen zum IKT-Sektor allgemein: IKT-Ausbildung, Anteil der Beschäftigten, Beschäftigungsentwicklung, Beitrag zum Wirtschaftswachstum

Kommentar

Mit den Indikatoren zur Informationsgesellschaft Schweiz greift das schweizerische Bundesamt für Statistik BFS unter anderem auf Daten von Dritten zurück und macht diese damit – mit einer zeitlichen Verzögerung – öffentlich zugänglich. Die Zahlen beziehen sich primär auf die Schweiz, erlauben zum Teil aber auch internationale Vergleiche.

Die Indikatoren beschreiben die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), wobei Schwerpunkte auf der IKT-Infrastruktur und der Nutzung des Internets liegen. Betrachtet werden unter anderem Unternehmen, Haushalte und Verwaltung.

Für den Bereich des B2C-E-Commerce sind vor allem die folgenden Indikatoren interessant:

  • 1. Internetzugang der privaten Haushalte
  • 2. Internetnutzung der privaten Haushalte
  • 3. E-Commerce der privaten Haushalte

 

1. Internetzugang der privaten Haushalte

Herausgeber Schweizerische Eidgenossenschaft, Bundesamt für Statistik BFS
URL http://www.bfs.admin.ch... (Internetzugang)
Verfasser Bundesamt für Statistik BFS, Sektion Struktur und Konjunktur
Erscheinungsjahr 2008 – Die Daten beziehen sich auf weiter zurückliegende Jahre.
Periodizität Nach Aussage des BFS werden die Daten regelmässig aktualisiert und erweitert. Der zeitliche Abstand zur Publikation der Ursprungsdaten beträgt mindesten ein Jahr.
Art der Veröffentlichung MS-Excel-Tabellen und -Diagramme, Onlineerläuterungen
Reichweite Entwicklung in der Schweiz und internationaler Vergleich
Preis Frei verfügbar

Studiendesign

Aggregation von Daten aus verschiedenen Primärerhebungen:

  • Bundesamt für Statistik (Haushaltsbudgeterhebung (HABE), vormals Einkommens- und Verbrauchserhebung (EVE))
  • Drittquellen: Eurostat
Themen
  • Anteil der Haushalte, die über einen Internetzugang verfügen, im internationalen Vergleich, im Zeitreihenvergleich sowie nach Regionen, Bildungsstand, Alter der Referenzpersonen, Haushaltseinkommen und -grösse

Kommentar

Im Jahr 2007 verfügen in der Schweiz 74 % der Haushalte über einen Internetzugang. Im europäischen Vergleich liegt die Schweiz damit hinter den Niederlanden und den skandinavischen Ländern, führt aber vor Deutschland, England, Österreich, Frankreich und Italien. Sie liegt weit über dem Durchschnitt aller EU-Länder (54 %; 2008: 60 %). Im Jahresvergleich nimmt die Durchdringung der Haushalte mit dem Internet bis ins Jahr 2008 in allen Ländern zu. Neuere Daten sind noch nicht verfügbar.

Im Schweizer Vergleich der Sprachregionen liegt die italienische Schweiz mit 61 % hinter der deutschen und französischen Schweiz zurück (jeweils 71 % im Jahr 2006). Im Vergleich der Haushalte zeigt sich, dass die Durchdringung mit dem Internet umso grösser ist, je höher der Bildungsstand, das Einkommen oder die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen sind.

 

2. Internetnutzung der privaten Haushalte

Herausgeber Schweizerische Eidgenossenschaft, Bundesamt für Statistik BFS
URL http://www.bfs.admin.ch... (Internetnutzung)
Verfasser Bundesamt für Statistik BFS, Sektion Struktur und Konjunktur
Erscheinungsjahr 2010 – Die Daten beziehen sich teilweise auf weiter zurückliegende Jahre.
Periodizität Nach Aussage des BFS werden die Daten regelmässig aktualisiert und erweitert. Der zeitliche Abstand zur Publikation der Ursprungsdaten beträgt mindestens ein Jahr.
Art der Veröffentlichung MS-Excel-Tabellen und -Diagramme, Onlineerläuterungen
Reichweite Entwicklung in der Schweiz
Preis Frei verfügbar

Studiendesign
  • Aggregation von Daten aus Primärerhebungen Dritter: MA Net, Net-Metrix-Base, KommTech-Studie
Themen
  • Entwicklung der Internetnutzung in den Schweizer Privathaushalten (engerer Nutzerkreis) nach verschiedenen Kriterien, wie Geschlecht, Bildungsstand, Einkommen, Alter, Sprachregion (1997 bis 2009) und Nutzungsort (2001 bis 2009) (Basis: MA Net, Net-Metrix-Base)
  • Entwicklung der Internetnutzung in den privaten Schweizer Haushalten nach Nutzungszwecken 2001 bis 2006 (Basis: MA Net) und Internetnutzung nach Zweck und Häufigkeit 2008 (Basis: KommTech-Studie)

Kommentar

Die Indikatoren geben darüber Aufschluss, wie sich die Internetnutzung in den vergangenen zehn Jahren entwickelt hat. Gemessen wird dies überwiegend anhand der Massgrösse des Engeren Nutzerkreises (ENK), zum Teil wird die Häufigkeit auch detaillierter aufgeschlüsselt. Mit diesen Indikatoren lässt sich neben der zeitlichen Entwicklung erkennen, wie sich verschiedene Bevölkerungsgruppen in der Internetnutzung unterscheiden und wie gut die jeweiligen Gruppen über das Internet erreichbar sind.

Der Engere Nutzerkreis stieg in den vergangenen zehn Jahren stetig von 13 % im Jahr 1998 auf 71 % im Jahr 2008 und 73 % im Jahr 2009. Das heisst, dass heute mehr als 73 % der Schweizer Bevölkerung über 14 Jahren das Internet mehrmals pro Woche nutzen.

Im Zeitraum von 2007 bis 2009 ist der prozentuale Anteil des Engeren Nutzerkreises in allen Alterskategorien gestiegen – wenn auch verschieden stark. So gehören im Jahr 2009 91 % der 14- bis 19-Jährigen (2008: 92 %, 2007: 89 %), 93 % der 20- bis 29-Jährigen (2008: 90 %, 2007: 86 %), 81 % der 40- bis 49-Jährigen (2008: 78 %, 2007: 75 %) und 51 % der 60- bis 69-Jährigen (2008: 51 %, 2007: 46 %) zum Engeren Nutzerkreis.

Zum Einkaufen nutzen im Jahr 2006 nur 16 % der Personen des Engeren Nutzerkreises das Internet. Dieser Anteil betrug im Jahr 2001 bereits 13 %. Eine deutliche Zunahme der Nutzung des Internets zum Kauf von Produkten oder Dienstleistungen ist erst später zu verzeichnen: Im Jahr 2008 nutzen 25 % der Bevölkerung über 15 Jahren das Internet zum Einkaufen. Der Musikdownload oder das Ersteigern von Waren auf Auktionsplattformen sind darin nicht enthalten. Die Internetnutzung zeigt ferner auf, wofür das Internet gebraucht wird.

 

3. E-Commerce der privaten Haushalte

Herausgeber Schweizerische Eidgenossenschaft, Bundesamt für Statistik BFS
URL http://www.bfs.admin.ch... (E-Commerce)
Verfasser Bundesamt für Statistik BFS, Sektion Struktur und Konjunktur
Erscheinungsjahr 2009 – Die Daten beziehen sich auf weiter zurückliegende Jahre.
Periodizität Nach Aussage des BFS werden die Daten regelmässig aktualisiert und erweitert. Der zeitliche Abstand zur Publikation der Ursprungsdaten beträgt mindesten ein Jahr.
Art der Veröffentlichung MS-Excel-Tabellen und -Diagramme, Onlineerläuterungen
Reichweite Entwicklung in der Schweiz und internationaler Vergleich
Preis Frei verfügbar

Studiendesign

Aggregation von Daten aus verschiedenen Primärerhebungen:

  • Bundesamt für Statistik (Haushaltsbudgeterhebung (HABE), vormals Einkommens- und Verbrauchserhebung (EVE))
  • Drittquellen: OECD, Eurostat, KommTech-Studie
Themen
  • Entwicklung des E-Commerce: Im Internet jährlich getätigte Ausgaben der privaten Haushalte nach Ausgabengruppen, 2002 bis 2007
  • Anteil der per Internet getätigten monatlichen Ausgaben (nach Güterart) im Vergleich zu den gesamten Ausgaben, 2007
  • Internationaler Vergleich: Anteil der Erwachsenen, die das Internet für den Kauf von Waren und Dienstleistungen nutzen, 2008

Kommentar

Die E-Commerce-Statistik der privaten Haushalte ist eine der wenigen Datenquellen, die Zahlen zum Umsatzvolumen im Schweizer B2C-E-Commerce beinhalten. Insgesamt werden zwei Themen behandelt:

(1) Das Volumen der jährlich im Internet getätigten Ausgaben der privaten Haushalte bleibt in den Jahren 2003 bis 2005 mit rund 1.2 Mrd. CHF relativ konstant. Damit machen die jährlichen Ausgaben im E-Commerce bis zum Jahr 2005 nur 0.7 % der Konsumausgaben aus. Auf deutlich über 1% der Konsumausgaben steigen sie erst in den Jahren 2006 mit rund 2.5 Mrd. CHF (1.2 %) und 2007 mit 3.2 Mrd. CHF (1.5 %). Neuere Zahlen sind beim BFS nicht verfügbar.

Der Anteil der Onlineausgaben an den Konsumausgaben ist je nach Warengruppe unterschiedlich. Am meisten Geld wird im Jahr 2007 online für Ferien und Übernachtungen (29.2 %), andere Konsumausgaben inkl. Geschenke (17.7. %) und Flugtickets (13.3 %) ausgegeben.

(2) Der Anteil der Erwachsenen (15 Jahre und älter), die das Internet für den Kauf von Waren und Dienstleistungen nutzen, beträgt in der Schweiz 37 % im Jahr 2008. Im internationalen Vergleich belegt die Schweiz damit einen Platz im Mittelfeld, hinter Grossbritannien (2009: 58 %),  Japan (2006: 52 %), einigen skandinavischen Ländern, den Niederlanden (2009: 49 %), Deutschland (2009: 45 %) und Korea (2007: 44 %). In Frankreich und Österreich nutzen im Jahr 2009 29 % der Erwachsenen das Internet zum Einkaufen, in Italien sind es nur 8 %. Die Daten sind nicht direkt miteinander vergleichbar, weil sie sich auf unterschiedliche Jahre beziehen und die Internetnutzung unterschiedlich definiert wird.